Über Systhematik
Der Name Systhematik wurde bewusst gewählt. Einerseits steht er für Systematik – also für das Erkennen von Zusammenhängen, Mustern und natürlichen Prozessen, nach denen Leben, Entwicklung und Gesellschaft funktionieren. Gleichzeitig steckt im Namen aber auch bewusst das Wort „Thematik“.
Systhematik geht davon aus, dass hinter jedem Thema, das Menschen beschäftigt, belastet, trennt oder verwirrt, eine zugrunde liegende Ordnung existiert. Kein Konflikt, keine Krise und keine gesellschaftliche Entwicklung entstehen grundlos. Hinter allem wirken Zusammenhänge, Dynamiken und Prozesse, die verstanden werden können.
Dabei geht es jedoch nicht darum, Themen endlos zum Thema zu machen – denn genau das passiert heute bereits ständig. Probleme werden diskutiert, bewertet, schöngeredet, tabuisiert oder bekämpft, ohne die eigentlichen Ursachen wirklich zu verstehen.
Systhematik verfolgt deshalb einen anderen Ansatz: Themen sollen so tief verstanden werden, dass sich das dahinterliegende Unverständnis auflösen kann. Denn sobald Zusammenhänge erkannt werden, verändert sich automatisch auch die Wahrnehmung des Themas selbst. Was vorher Druck, Angst oder Konflikte ausgelöst hat, wird nachvollziehbar und führt dadurch automatisch zu anderen Verhaltens-, Vorgehens- und Handlungsweisen. Dadurch ist das alte Thema plötzlich nicht mehr der Rede wert, weil man nur noch darüber spricht, was neu getan wird.
Systhematik verbindet System und Thematik – mit dem Ziel, aus Unverständnis Verständnis, aus Druck Entwicklung und aus Trennung wieder mehr Verbindung entstehen zu lassen.
Systhematik verfolgt einen anderen Ansatz als alle anderen Wissens- und Informationsplattformen. Im Mittelpunkt steht die Förderung des Kollektivbewusstseins – wobei wir bewusst auch für dieses Wort einen anderen Begriff wählen: Wir fördern das Friedensbewusstsein – ein Verständnis, das der Menschheit ermöglicht, endlich wieder zu einer harmonischen Einheit zusammenzuwachsen.
Anstatt Probleme ständig emotional aufzuladen oder Menschen gegeneinanderzustellen, arbeitet Systhematik sachlich, verständnis-, lösungs- und systemorientiert. Ziel ist nicht Eskalation, sondern Regulation. Nicht unbewusste Trennung, sondern bewusste Entwicklung. Dadurch sollen Themen nicht weiter verhärtet, sondern Schritt für Schritt in eine Form gebracht werden, die verständlich, nachvollziehbar und praktisch überprüfbar wird.
Systhematik gibt deshalb nicht nur ganzheitliche Modelle vor und erklärt diese möglichst einfach nachvollziehbar und ausführlich – die Modelle werden auf der Plattform bewusst zum Überprüfen, Dokumentieren, Kommentieren und Kritisieren freigegeben. Systhematik antwortet dabei niemals direkt auf die Kommentare der Leser, sondern nur mit entsprechenden Modellanpassungen oder Berichten, die erneut für mehr Verständnis sorgen sollen. Dies erfolgt so lange, bis kein Leser mehr wüsste, was noch bemängelt oder nicht verstanden werden könnte. Die Wissensform setzt somit auf eine Form von Wissen, die irgendwann nicht mehr ideologisch verteidigt werden muss, weil ihre Natürlichkeit und Nachvollziehbarkeit für immer mehr Menschen sichtbar und dadurch auch praktisch nutzbar wird.
Systhematik prüft, strukturiert und entwickelt Wissen weiter.
Wir prüfen Systeme, Methoden und Denkweisen.
Was Systhematik von anderen Plattformen unterscheidet
Aktuell existiert keine Plattform, die das Gesamtkonzept von Systhematik verfolgt.
Es gibt zwar verschiedene Projekte, Modelle und Plattformen, die einzelne Teilbereiche berühren. So versucht beispielsweise die integrale Theorie nach Ken Wilber, verschiedene Wissens- und Lebensbereiche wieder stärker zusammenzuführen, und kritisiert ebenfalls die starke Trennung der heutigen Disziplinen.Open-Source-Projekte wiederum arbeiten mit öffentlicher Kritik, gemeinsamer Weiterentwicklung und dokumentierter Veränderung von Inhalten.
Es wird somit versucht entweder:
Wissen zu vermitteln, Diskussionen zu ermöglichen, Forschung zu veröffentlichen, Bewusstsein zu fördern, Politik zu beeinflussen, Bildung anzubieten oder Gemeinschaften aufzubauen.
Doch bislang existiert keine Plattform, die folgende Punkte gleichzeitig miteinander kombiniert:
- Friedensbewusstsein als oberstes Entwicklungsziel
- das Entwickler-Prinzip als Grundlage der Wissensentwicklung
- ganzheitliche Systemmodelle statt isolierter Fachbereiche
- gesellschaftliche Konfliktauflösung durch Verständnisförderung
- konstruktive Kritik an gesellschaftlichen und menschlichen Systemen,
Methoden und Vorgehensweisen
- öffentliche Modellprüfung und bewusste Kritikfreigabe – wobei der Leser bewusst mit in die Verantwortung gezogen wird, Modelle durch Prüfen, Hinterfragen und Kritisieren gemeinsam in eine immer verständlichere und natürlichere Form zu bringen
- fortlaufende Modellanpassung durch dokumentierte Rückmeldungen
- die bewusste Arbeit mit Empörung, Widerstand und Nichtverständnis
- die Übertragung derselben Grundsystematik auf unterschiedlichste Lebens- und Gesellschaftsbereiche – sowohl auf Objekte und Strukturen als auch auf Prozesse, Aktionen und Entwicklungsphasen
- die Entwicklung einer Wissensform, die Nachvollziehbarkeit und praktische Anwendung für jeden gleichermassen liefert
- das Liefern von Wissen, das zwar anspruchsvoll ist, aber dennoch möglichst einfach vermittelt wird – so, dass grundsätzlich jeder, der sich dafür Zeit nimmt, die Inhalte verstehen sollte (kein Fachchinesisch)
- die Möglichkeit, nicht nur Wissen zu konsumieren, sondern aktiv an Projekten für neue Entwicklungsräume, Systeme und Lösungsmodelle mitzuwirken
Genau dafür steht Systhematik als neue Wissens- und Entwicklungsplattform.
Was ist das Entwickler-Prinzip?
Systhematik arbeitet prinzipiell nicht mit dem, was bereits verstanden wurde, sondern mit dem, was laut und noch unverstanden ist. Genau dort, wo heute Empörung, Verurteilung, Intoleranz, Nichtverständnis oder gegenseitige Abwertung entstehen, beginnt unsere eigentliche Arbeit. Das Prinzip, nach welchem wir hier vorgehen, nennen wir dabei bewusst das Entwickler-Prinzip. Das einzig wahre Prinzip, mit dem man in der Lage ist, Verstrickungen auch wahrhaftig zu ent-wickeln – oder anders formuliert: gesellschaftliche Gedankenknoten und geistiges Chaos effizient aufzulösen.
Deshalb nimmt Systhematik auch das an, was sonst verdrängt, bekämpft oder ausgeschlossen wird. Kritik, Gegenwind, Zweifel, Widerstand und unangenehme Fragen sind daher nicht unerwünscht. Ganz im Gegenteil: Sie werden bewusst zugelassen und teilweise sogar gezielt über bestimmte Bereiche und Aussagen provoziert.
Modelle und Dokumentationen werden daher auf unserer Plattform so lange öffentlich geprüft, kritisiert und weiter verfeinert, bis die Kritik selbst zum Entwicklungswerkzeug wird und dadurch nicht nur das Modell, sondern das zugrunde liegende System und Wissen immer verständlicher erkennbar wird.