Wissens-Datenbank
Aus der Entwicklungsarbeit von SYSTHEMATIK entsteht schrittweise eine frei zugängliche Wissens-Datenbank.
Sie wird nicht einfach möglichst viel Wissen sammeln. In ihr findet Wissen seinen Platz, nachdem es den vorgesehenen Entwicklungs-, Prüfungs-, Filterungs- und Qualifizierungsprozess durchlaufen hat.
Die SYSTHEMATIK-Wissens-Datenbank macht das daraus hervorgehende Wissen strukturiert, transparent und nachvollziehbar zugänglich. Dabei wird sichtbar bleiben, was wir wissen, was allgemein nachvollzogen werden kann, wie ein Verständnis entstanden und geprüft worden ist, welche praktische Bedeutung es besitzt und wo weiterhin offene Fragen bestehen.
Sie bildet damit nicht bloss ein Archiv. Begriffe, Beobachtungen, Modelle, Themenbereiche, Praxiserfahrungen und daraus entstandene Erkenntnisse werden miteinander in Beziehung gesetzt. Gleichzeitig bleibt erkennbar, welchen Status ein Inhalt besitzt und welchen Entwicklungsweg er durchlaufen hat.
Die Wissens-Datenbank unterscheidet damit zwischen Information, Interpretation, Modell, geprüfter Erkenntnis und entsprechend qualifiziertem Wissen.
Die Datenbank befindet sich derzeit noch im Aufbau. Erste umfassendere Inhalte werden voraussichtlich ab Frühling/Sommer 2027 über die SYSTHEMATIK-Wissens-Datenbank öffentlich zugänglich.
Themenbereiche
Die Wissens-Datenbank wird einen geordneten Zugang zu den unterschiedlichen Themenbereichen schaffen, mit denen sich SYSTHEMATIK beschäftigt.
Dazu gehören unter anderem menschliches Verhalten und Entwicklung, Gesundheit, psychisches Leid und Resilienz, Druck und Gewalt, Frieden und gesellschaftliches Zusammenleben, Sprache und Verständigung, Bildung und Sozialisation, Resozialisierung, Natur und Technologie sowie künstliche Intelligenz.
Diese Themen werden nicht als voneinander isolierte Fachgebiete betrachtet. Im Zentrum stehen insbesondere wiederkehrende Prinzipien, Mechanismen und Funktionszusammenhänge und die Frage, wie unterschiedliche körperliche, geistige, zwischenmenschliche, soziale und gesellschaftliche Prozesse miteinander verbunden sind.
EIN-Verständnis / allgemeingültiges Verständnis
Als EIN-Verständnis bezeichnet SYSTHEMATIK ein Verständnis, bei dem unterschiedliche Sichtweisen, Erfahrungen, Beobachtungen und Teilkenntnisse so weit zusammengeführt wurden, dass ein gemeinsamer und allgemein nachvollziehbarer Kern erkennbar wird.
Allgemeingültiges Verständnis bedeutet dabei nicht, dass alle Menschen dieselbe Meinung, Weltanschauung oder Erklärung übernehmen müssen. Entscheidend ist vielmehr, welcher Zusammenhang unter vergleichbaren Voraussetzungen unabhängig von unterschiedlichen Perspektiven gleichermassen nachvollzogen werden kann.
Nicht- oder Unverständnis bildet dabei keinen Gegensatz, der abgewertet werden muss. Es zeigt vielmehr, an welcher Stelle ein Zusammenhang noch nicht ausreichend verstanden oder eine gemeinsame Verständnisebene noch nicht erreicht wurde.
Wortlabor
In diesem Bereich werden zentrale Begriffe in ihrer Bedeutung und ihrem jeweiligen Kontext geklärt und voneinander abgegrenzt. Dadurch wird sichtbar, wenn Menschen scheinbar über dasselbe sprechen, tatsächlich jedoch unterschiedliche Vorstellungen oder Bedeutungen verwenden.
Die Definitionen sind dabei nicht nur sprachlich oder lexikalisch gemeint. Sie zeigen insbesondere, welcher Zusammenhang oder welche Funktion mit einem Begriff bezeichnet wird, woran diese praktisch erkannt werden kann und wie sie sich von verwandten Begriffen unterscheidet.
Damit bilden klare Wortdefinitionen gleichzeitig eine Grundlage für ein gemeinsames und zunehmend allgemeingültiges Verständnis.
Fertige Modelle
Hier finden Modelle ihren Platz, die den vorgesehenen Entwicklungsweg durchlaufen haben und in einer strukturierten, nachvollziehbaren und praktisch anwendbaren Form vorliegen.
„Fertig“ bedeutet dabei nicht, dass ein Modell für immer unveränderbar oder unfehlbar ist. Es bedeutet, dass es einen Entwicklungsstand erreicht hat, auf dessen Grundlage es verständlich erklärt, angewendet und als entsprechend entwickelte Grundlage genutzt werden kann.
Auch fertige Modelle bleiben Bestandteil des Entwicklerprinzips: Neue nachvollziehbare Erkenntnisse oder erkennbare Widersprüche können jederzeit eine weitere Entwicklung notwendig machen.
Qualifiziertes Wissen
Als qualifiziertes Wissen werden Inhalte bezeichnet, deren Herkunft, Zusammenhänge, praktische Bedeutung und bisheriger Entwicklungs- und Prüfungsweg nachvollziehbar gemacht wurden und die den entsprechenden Qualifizierungsprozess durchlaufen haben.
Damit wird nicht jedes veröffentlichte Wissen automatisch auf dieselbe Stufe gestellt. Es bleibt unterscheidbar, ob es sich beispielsweise um eine Beobachtung, Interpretation, ein Modell, eine bereits geprüfte Erkenntnis oder entsprechend qualifiziertes Wissen handelt.
In die SYSTHEMATIK-Wissens-Datenbank findet damit nicht einfach alles Eingang, was interessant, neu oder wissenswert erscheint. Sie bildet schrittweise jenes Wissen ab, das durch seinen Entwicklungs- und Qualifizierungsprozess eine entsprechend nachvollziehbare Bedeutung für Mensch, Leben und Gesellschaft erhalten hat.