Kritikkarussell

Kritikkarussell

Das Kritikkarussell richtet den Blick bewusst nach aussen und beschäftigt sich mit bestehenden gesellschaftlichen Systemen, Wissensinstanzen, Vorgehensweisen und Verhaltensmustern.

Dabei werden nicht einzelne Menschen kritisiert. Im Mittelpunkt stehen Strukturen und Vorgehensweisen, die Menschen häufig bereits über Generationen übernommen haben und innerhalb derer sie heute handeln.

Betrachtet werden unter anderem:

  • Wissenschaft und Forschung
  • Medizin und Psychologie
  • Bildung und Erziehung
  • Politik und gesellschaftliche Institutionen
  • Wirtschaft und Arbeitswelt
  • Medien und öffentliche Wissensvermittlung
  • Religion und Spiritualität
  • Philosophie und unterschiedliche Weltanschauungen
  • soziale und gesellschaftliche Systeme

Gefragt wird beispielsweise: Welche Funktion erfüllt eine Instanz besonders gut? Wo liegen ihre natürlichen Grenzen? Welche Schwierigkeiten entstehen, wenn ihr Wissen allein zum Massstab gemacht wird? Und wo erzeugen unterschiedliche Wissensinstanzen durch Konkurrenz, Abgrenzung oder widersprüchliche Erklärungen Trennung, obwohl sie möglicherweise unterschiedliche Teile desselben Zusammenhangs beschreiben?

Das Kritikkarussell versteht Kritik damit nicht als Angriff auf Menschen, sondern als Werkzeug, um bestehende Systeme und Vorgehensweisen hinsichtlich ihrer Funktion, Wirkung und Entwicklungsmöglichkeiten sichtbar zu machen.

Kritiken, Methoden und Analysen

Dieser Bereich richtet konstruktive Kritik an bestehende Systeme, gesellschaftliche Strukturen, Szenen, Methoden, Modelle und Denkweisen. Kritisiert werden nicht Menschen als Ganzes, sondern Funktionen, Vorgehensweisen, Wirkungen, blinde Flecken und fehlende Zusammenhänge.

Analysen sollen erklären, weshalb eine Methode bestimmte Resultate erzeugt und an welcher Stelle Verbesserungspotenzial besteht. Kritik wird dadurch nicht als Angriff verwendet, sondern als Entwicklungswerkzeug, das bestehende Ansätze verständlicher, tragfähiger und wirksamer machen kann.