Über SYSTHEMATIK
SYSTHEMATIK ist eine Wissens-, Forschungs- und Entwicklungsplattform, die Zusammenhänge sichtbar, komplexe Themen nachvollziehbar und Wissen praktisch nutzbar macht.
Im Mittelpunkt steht das Phänomen Mensch und Leben als Ganzes: körperliche und geistige Gesundheit, Bildung und Sozialkompetenz, Gewalt und Harmonie, Zusammenleben und Gesellschaft, Natur- und Umweltphänomene, Nachhaltigkeit, Evolution und Zukunftsentwicklung.
SYSTHEMATIK sammelt dabei nicht möglichst viele Meinungen, Ansichten und Informationen. Viel Wissen besteht bereits. Entscheidend ist vielmehr, Kenntnisse sinnvoll miteinander in Verbindung zu bringen sowie Wissen zu filtern und zu qualifizieren.
Daraus soll ein tiefergehendes Verständnis für jene Mechanismen und Prinzipien entstehen, die in allen natürlichen Systemen und Lebensphänomenen immer wieder greifen. Viele natürliche Phänomene sind dabei längst bekannt. Sie werden jedoch noch viel zu wenig miteinander in Verbindung gebracht und kaum auf das menschliche System und seine eigene Entwicklung übertragen.
SYSTHEMATIK macht diese natürlichen Zusammenhänge für den Menschen nun greifbar und damit im Alltag nutzbar. Für die eigene Entwicklung ebenso wie für die Entwicklung des menschlichen Kollektivs und letztlich für mehr Lebensqualität aller Lebewesen.
Begriffserklärung
Der Name SYSTHEMATIK ist eine Vereinigung der Begriffe Systematik und Thematik und beschreibt damit zugleich einen lösungsorientierten Entwicklungsweg.
Systematik steht dabei für das Erkennen und Verstehen von Bestandteilen, Funktionen und Zusammenhängen eines Systems.
Thematik umfasst die Inhalte, Aspekte und Fragestellungen, die einem bestimmten Themenbereich zugeordnet werden.
SYSTHEMATIK vereint beides und beschreibt damit den Weg, Themen über das Verständnis ihrer systemischen Zusammenhänge in die Klarheit zu führen.
SYSTHEMATIK beschreibt somit den Entwicklungsweg von bestehendem Unverständnis bis hin zum allgemeingültigen Verständnis.
Zielsetzung
Das Ziel von SYSTHEMATIK ist, bestehendes Unverständnis aufzuklären und daraus allgemeingültiges, praktisch nutzbares Verständnis entstehen zu lassen.
Denn je mehr Unverständnis geklärt wird, desto deutlicher treten jene grundlegenden und lebensrelevanten Zusammenhänge hervor, die tatsächlich verstanden werden müssen. SYSTHEMATIK schafft dafür den Raum, bestehendes Wissen zu prüfen, zu verbinden und zu qualifizieren und daraus allgemeingültiges Verständnis gemeinschaftlich auszuarbeiten und öffentlich zugänglich zu machen.
Was Menschen verstehen, bildet zugleich die Grundlage dafür, wie sie wahrnehmen, entscheiden und handeln. Verändert sich das Verständnis, verändern sich damit zwangsläufig auch die daraus resultierenden Vorgehens- und Handlungsweisen – im Umgang mit sich selbst, mit anderen, mit Tieren, der Umwelt und dem Leben als Ganzem.
SYSTHEMATIK eröffnet mit dieser Plattform deshalb nicht nur den Entwicklungsraum für allgemeingültiges Verständnis, sondern auch jene Räume, in denen die daraus hervorgehenden neuen Vorgehens- und Handlungsweisen in Anwendung gebracht werden können. Daher unterscheiden wir folgende Entwicklungsräume:
1. Den Entwicklerbereich dieser Plattform
2. Praxisformate, anhand welcher das entwickelte Verständnis erprobt und weiterentwickelt wird, solange, bis es als allgemeingültiges Verständnis anerkannt wird
3. Kooperationen mit verschiedenen Unternehmungen, Institutionen usw., bei welchen die neuen Methoden, die auf diesem Verständnis aufbauen, schliesslich angewandt werden sollen.
Das Ziel ist damit, den gesamten Entwicklungsprozess nicht nur aufzuzeigen, sondern den notwendigen Raum für seine tatsächliche Umsetzung zu schaffen.
Wissensfokus / Funktionalität statt Weltanschauung
SYSTHEMATIK beschäftigt sich ausschliesslich mit Wissen, das Menschen dabei hilft, Funktionszusammenhänge des Lebens klar zu erkennen, zu verstehen und dienlich damit umzugehen.
Im Zentrum steht deshalb weniger die Frage, welcher wissenschaftlichen, philosophischen, spirituellen, religiösen oder gesellschaftlichen Erklärung etwas zugeordnet werden kann. Entscheidend ist zunächst eine wesentlich praktischere Frage:
Wie funktioniert etwas – und was bringt uns dieses Verständnis im tatsächlichen Leben?
Denn um ein System sinnvoll nutzen zu können, müssen wir nicht zwangsläufig bereits jedes Detail seines Aufbaus verstanden haben. Wir können einen Computer bedienen, seine Signale und Fehlermeldungen verstehen und zweckmässig darauf reagieren, ohne selbst seine Hardware entwickelt oder seine Software programmiert zu haben.
Dasselbe Grundprinzip lässt sich auf die Natur selbst und zahlreiche Bereiche des Lebens übertragen.
Der menschliche Körper, unsere Wahrnehmung und Gefühlswelt, zwischenmenschliche Beziehungen, Gruppen, Gesellschaften und natürliche Systeme liefern fortlaufend Reaktionen, Signale und Symptome. Statt diese isoliert zu betrachten oder unmittelbar aus einer bestimmten Weltanschauung heraus zu interpretieren, interessiert SYSTHEMATIK vor allem, welche Funktionszusammenhänge darin erkennbar werden.
Was verändert sich wodurch? Welche Bedingungen führen wiederholt zu welchen Folgen? Welche Funktion erfüllt ein Signal oder Symptom innerhalb eines grösseren Zusammenhangs? Was fördert Stabilität, Gesundheit, Verständigung oder Entwicklung – und was beeinträchtigt sie? Und vor allem: Was davon lässt sich praktisch anwenden und von Menschen mit unterschiedlichen Hintergründen und Weltanschauungen gleichermassen nachvollziehen?
Wissensgrundlage und Wissensentwicklung
Die Wissensgrundlage kommt von SYSTHEMATIK – ihre Prüfung, Weiterentwicklung und die endgültige Qualifizierung hingegen nicht.
SYSTHEMATIK beginnt dabei nicht bei null.
Die ersten Grundlagen, Zusammenhänge und Modelle gehen aus einer langjährigen Beobachtungs-, Erfahrungs- und Entwicklungsarbeit hervor. Dabei wurde immer wieder danach gesucht, was unterschiedliche Wissensgebiete und Weltanschauungen trotz ihrer verschiedenen Erklärungen miteinander verbindet und welche Zusammenhänge sich auch in der praktischen Realität wiederfinden.
Diese Wissensgrundlage wird von SYSTHEMATIK aufbereitet, strukturiert und zur Prüfung, Kritisierung, Weiterentwicklung und Fertigstellung bereitgestellt.
Somit liefert die bereitgestellte Wissensgrundlage noch nicht automatisch ein allgemeingültiges oder abschliessend qualifiziertes Verständnis. Mit ihr startet lediglich der Entwicklungsprozess, durch welchen Wissen systematisch gefiltert, qualifiziert und effektiv gesellschaftstauglich gemacht wird.
Dieser Prozess erklärt sich mit dem Lesen und Verstehen folgender Bereiche:
- SYSTHEMATIK – der Online-Entwicklerbereich inkl. Wissensfilterung und Qualifizierung
- SYSTHEMATIK – die Wissens-Datenbank
- SYSTHEMATIK – unsere Praxisformate
- SYSTHEMATIK – Kooperationen und Studien
Die entwickelten Grundlagen werden somit immer durch möglichst unterschiedliche Menschen, Erfahrungen, Fachgebiete und Perspektiven hindurch geprüft, ergänzt, korrigiert, weiterentwickelt, gefiltert und qualifiziert.
Erst nach einem strengen Prüfungs-, Entwicklungs- und Qualifizierungsverfahren findet Wissen, über das ein entsprechend allgemeingültiges Verständnis erlangt werden kann, Eingang in die SYSTHEMATIK-Wissens-Datenbank.
Orientierung, Haltung und Arbeitsgrundlagen
SYSTHEMATIK orientiert sich an der effektiven, kollektiv nachvollziehbaren Realität und an den Funktionsweisen und Prinzipien, die uns die Natur selbst zeigt.
Die Natur bildet dabei die höchste bereits vorhandene Form funktionaler Intelligenz, an der wir uns orientieren können. Zahlreiche menschliche Entwicklungen und Erfindungen begannen damit, dass Menschen Funktionsweisen der Natur beobachteten, verstanden und auf neue Anwendungsbereiche übertrugen. SYSTHEMATIK überträgt dieses Prinzip nun konsequent auf das Verständnis und Verhalten des Menschen, seine Entwicklung und das gesellschaftliche Zusammenleben.
Während natürliche Funktionsweisen für technische und wissenschaftliche Entwicklungen seit jeher als Vorbild dienen, werden sie bislang kaum in derselben Konsequenz auf menschliche und gesellschaftliche Zusammenhänge übertragen. Gerade daraus ergibt sich jedoch ein erstaunlich neues, zugleich einfaches, alltagstaugliches und gesellschaftlich nutzbares Verständnis von Mensch, Entwicklung und Zusammenleben, das in dieser Form bisher kaum zur Verfügung steht und entsprechend auch noch wenig praktisch genutzt wird. Genau dieses daraus entstandene Verständnis wird nun über SYSTHEMATIK zugänglich gemacht.
Ein Systematiker orientiert sich dabei unter anderem an:
- Natur: Logik, natürlichen Prinzipien und natürlicher Systematik
- kollektiver Realität
- allgemeingültigem Verständnis
- Logik und Systematik
- Funktionalität und Wirksamkeit
- Entwicklerprinzip
- Leitsätzen statt Glaubenssätzen
- Nachvollziehbarkeit und praktischer Prüfbarkeit
- Verantwortung für gesellschaftliche Entwicklung übernehmen statt die Gesellschaft nur zu kritisieren
- Chancengleichheit und Gleichberechtigung
- Frieden, Verbindung und gesellschaftlicher Stabilität
- Gemeinnützigkeit und gesellschaftlichem Mehrwert
- praktischer Anwendung und Einbringung vorhandener Kompetenzen statt reiner Theoretisierung von Wissen
Die aufgeführten Begriffe bilden gleichzeitig einen Teil der SYSTHEMATIK-Arbeitsgrundlagen. Grundlagen und Prinzipien, mit denen wir arbeiten, stehen dabei selbstverständlich ebenso zur Prüfung, Kritisierung und Weiterentwicklung zur Verfügung wie die darüber entstandenen Wissensgrundlagen.
Gut Ding will Weile haben
SYSTHEMATIK wurde gerade erst öffentlich aufgeschaltet und befindet sich weiterhin im Aufbau. Einen Einblick in die Unternehmung, ihre Grundlagen, Zielsetzung und Arbeitsweise gibt die Plattform bereits heute.
Insbesondere der Entwicklerbereich für Mitglieder wird im Laufe des Septembers wesentlich ausgebaut. Schrittweise werden die verschiedenen Bereiche mit weiteren Grundlagen, Fragestellungen, Modellen und Inhalten gefüllt, die zur Prüfung, Mitwirkung und Weiterentwicklung bereitstehen.
Spätestens ab 30. September 2026 wird Mitgliedern damit bereits ein beachtlicher Umfang an Inhalten aus den unterschiedlichen Wirkungs- und Entwicklungsbereichen von SYSTHEMATIK zur Verfügung stehen. In allen Bereichen des Entwicklerbereichs wird ausreichend Stoff vorhanden sein, um sich entsprechend den eigenen Interessen und Kompetenzen in unterschiedliche Themen einzuarbeiten, Inhalte zu prüfen, mitzuwirken und an ihrer weiteren Entwicklung mitzuarbeiten.
Dabei ist wichtig: SYSTHEMATIK ist als lebendige Entwicklungsplattform angelegt. Sie wird deshalb auch nach September nicht einfach fertiggestellt sein. Neue Inhalte und Themen kommen laufend hinzu, bestehende werden geprüft, ergänzt und weiterentwickelt und die verschiedenen Bereiche wachsen mit den Menschen, die sich daran beteiligen.
Die eigentliche SYSTHEMATIK-Wissens-Datenbank ist davon nochmals zu unterscheiden. Sie wird voraussichtlich ab Frühling/Sommer 2027 erstmals mit Inhalten gefüllt, die den dafür vorgesehenen Entwicklungs-, Prüfungs- und Qualifizierungsprozess durchlaufen haben.
Bis dahin entsteht auf der Plattform schrittweise ein vielseitiges Wissensangebot mit einer neuen gemeinsamen Verständnisebene, die dazu beiträgt, bestehende Sprach-, Wissens- und Verständnisbarrieren zwischen unterschiedlichen Menschen und Perspektiven zu überwinden.
Historie
Wenn Lebensforschung zum Entwicklungsprojekt wird
SYSTHEMATIK ist nicht aus einem klassischen akademischen Forschungsprojekt entstanden. Seine Grundlage ist eine mehr als 20-jährige Beobachtungs-, Erfahrungs- und Entwicklungsarbeit, deren Ausgangspunkt wesentlich auf die Gründerin Yvonne Hofer zurückgeht.
Dabei verlief der Weg weitgehend umgekehrt zur klassischen Wissensvermittlung: Wissen wurde nicht zuerst theoretisch erlernt und anschliessend auf das Leben übertragen. Das Leben selbst wurde zum Forschungs-, Studien- und Entwicklungsraum.
Vor rund fünf Jahren begann ein entscheidender nächster Schritt: Die bis dahin überwiegend von Yvonne entwickelte und gelebte Kompetenz wurde zunehmend an andere Menschen weitergegeben und mit ihnen gemeinsam überprüft.
Wie gelebte Kompetenz in anderen weiterwirkt
Eine der ersten intensiven Wegbegleiterinnen war Evelyne Pulvermüller, kurz darauf kam Yvonnes Schwester Sonja Hofer hinzu. Dabei ging es nicht nur darum, Kenntnisse weiterzugeben. Zusammenhänge wurden im eigenen Leben angewendet und daran beobachtet, wie sich Wahrnehmung, Entscheidungen, Verhalten, Konsequenzen und letztlich auch die Reaktionen des Umfelds verändern.
Damit zeigte sich erstmals im kleinen Rahmen, ob eine über Jahre persönlich entwickelte Kompetenz auch in anderen Menschen weiterwirken und dort neue Kompetenzen entstehen lassen kann.
Juni 2024 – Projekt ELFA (Eine Logik für Alles) – Workshop in DE
Zu dritt entstand daraus ein erstes grösseres Projekt: ein Workshop in Deutschland, bei dem Menschen aus dem deutschsprachigen Raum zusammenkamen, um sich mit den entwickelten Zusammenhängen auseinanderzusetzen.
Gesucht wurden bewusst Menschen mit verschiedenen Weltanschauungen und Berufsbildern, um einen Film zu drehen, der versucht, das Phänomen Mensch und Leben auf einer nüchternen und neutralen Ebene zu betrachten. Eine Logik für Alles stand schon damals dafür, dass die Natur und deren Gesetze sich nicht verändern, nur weil Menschen unterschiedliche Weltanschauungen haben.
Die Herausforderung war uns dabei schon von Anfang an klar: die unterschiedlichen Ansichten und Meinungen der Beteiligten. Denn ein Gefäss lässt sich, einfach formuliert, nur bedingt neu füllen, solange das, was dieses Befüllen bedingt, bereits in ihm enthalten ist.
Auch war uns bewusst, dass die Sprache selbst mit all ihren emotional belasteten und unterschiedlich interpretierten Begriffen ein Verständigungsproblem darstellt. Nicht zuletzt zeigte sich aber, dass vor allem eines den grössten Verständniskiller ausmachte: zu was das Gesagte schlussendlich in Beziehung gestellt wird. Alles zusammen offenbarte eine Verständnisbarriere, die, ohne aufgelöst zu werden, das Erfüllen des eigentlichen Projektsinns unmöglich macht.
Viele der Teilnehmer haben diese Verständnisbarriere ebenfalls erstmals richtig realisiert und darüber auch erkannt, wie viel sie tatsächlich zu gesellschaftlichen Konflikten beiträgt – und wie wichtig es daher ist, diese Barriere aufzulösen.
Das Meistern dieser Herausforderung wurde danach zu einem wesentlichen Bestandteil der weiteren Entwicklungsarbeit, die sich bis zur Gründung der Unternehmung SYSTHEMATIK KLG über mehrere interne Schulungen und unterschiedliche Projektarbeiten hinweg hinzog.
Etwas mehr als die Hälfte der damaligen Teilnehmenden wirkt dabei bis heute noch an Projekten und Entwicklungen mit – oder verfolgt zumindest weiterhin deren Verlauf.
April 2025 – April 2026 – Das Buch, das seinen Leser prüft
Um weitere gleichgesinnte Menschen zu erreichen, entstand 2025 ein aussergewöhnliches Buch, das bewusst anspruchsvoll und auch provokativ aufgebaut wurde. Es verband wissenschaftliche, spirituelle, philosophische und glaubensbezogene Perspektiven und stellte bestehende Weltbilder bewusst und durchaus auch provokativ in Reibung zueinander.
Dabei bezeichnete sich Yvonne als ein spirituelles Medium, das von einer geistigen Welt spricht, gleichzeitig aber auch immer wieder betont, dass alles mit Logik und Systematik zu tun hat.
Das hohe geistige Anforderungsniveau erfüllte dabei einen bestimmten Zweck: Gesucht wurden Menschen, die Inhalte wirklich studieren und klar prüfen, wahre Widersprüche erkennen, zwischen den Zeilen lesen und somit den Kontext des Gesamtwerkes erfassen können – und das unabhängig von seiner Wort- und Sprachwahl, Aufmachung und Darbietung.
Menschen, die nicht nur bestehende Vorstellungen hinterfragen, schwierige Themen offen betrachten und weiterfragen können, ohne jede neue Information unmittelbar gegen die eigene Identität oder Weltanschauung verteidigen zu müssen.
Menschen, die, wenn jemand behauptet, die universelle Wahrheit zu kennen, erst recht aufmerksam lesen und nachfragen, wie diese aussehen soll, bevor sie selbst zum Allwissenden werden und behaupten, dass das nicht sein könne.
Menschen, die wissen, dass im Laufe der Geschichte immer wieder Menschen belächelt wurden – auch Wissenschaftler –, nur um ihnen irgendwann dann trotzdem Recht zu geben.
Kurz: Gesucht wurden Menschen, die sich beim Lesen fragen: WAS (Kontext) wird tatsächlich vermittelt und WIESO (Beweggrund)? Und nicht: WER (Person und deren Rolle) sagt hier etwas und WIE (Schreibstil, Wortwahl, Aufmachung und Darbietung) wird es von ihr vermittelt?
Denn wer Entwicklung dort bewirken möchte, wo tatsächlich Schwierigkeiten bestehen, muss nicht nur bereit sein, sich auch genau dorthin zu begeben, wo sie bestehen, sondern auch die Sprachen, Ausdrucksweisen, Meinungen, Erwartungen und Wahrheitsansprüche derer verstehen, die heute beinahe überall zueinander in Reibung stehen.
Die soziale Entwicklungsarbeit findet zwangsläufig dort statt, wo sich Menschen unverstanden fühlen oder gegenseitig nicht verstehen – und das vor allem deshalb, weil es heute gang und gäbe ist, über Menschen zu urteilen, ohne sich mit ihnen wirklich auseinandergesetzt zu haben.
Wer im sozialen Raum aber für Entwicklung sorgen will, stempelt grundsätzlich keinen Menschen ab – und das schon gar nicht, ohne ihm zuvor vorbehaltslos und ernsthaft zugehört zu haben.
Das Buch hat innerhalb eines Jahres nur wenige hundert Leser erreicht – seinen Zweck hat es dennoch erfüllt, und so wurde es auch wieder vom Markt genommen.
So wuchs das Kollektiv. Man konnte die Dazugekommenen zwar an einer Hand abzählen, dafür brachten sie geistig genau das mit, was die nachkommenden Entwicklungsphasen von uns allen noch abverlangten.
Aus Wegbegleitern und Lesern wurde ein Entwicklungskollektiv
Heute besteht dieses Kollektiv aus rund 20 Menschen mit sehr unterschiedlichen Lebens-, Berufs- und Erfahrungshintergründen. Was sie verbindet, ist die Förderung einer Gesellschaft, die bewusster mit sich und der Umwelt umgeht.
Viele haben berufliche Strukturen, Zeit, finanzielle Mittel und persönliche Lebensumstände zunehmend darauf ausgerichtet, die gemeinsame Entwicklungsarbeit überhaupt möglich zu machen. Aus einem Interessensgebiet wurde damit für alle Beteiligten zunehmend eine Aufgabe, der ein wesentlicher Teil des eigenen Lebens gewidmet wird.
Dahinter steht ein einfaches Verständnis: Wer selbst in einer ruhigeren, friedlicheren und funktionaleren Gesellschaft leben möchte, kann die eigene Lebensqualität nicht vollständig vom Zustand des menschlichen Kollektivs trennen. Die Entwicklung des eigenen Lebens und die Entwicklung des Zusammenlebens gehören damit unmittelbar zusammen.
Die Beteiligten kamen ursprünglich aus sehr unterschiedlichen Welten und verstanden sich teilweise über wissenschaftliche, spirituelle, religiöse, soziale, pädagogische, wirtschaftliche oder andere Rollenbilder. Im Laufe der gemeinsamen Arbeit verloren diese Abgrenzungen zunehmend an Bedeutung.
Die gemeinsame Ausgangslage wurde wesentlich einfacher:
Bevor wir Wissenschaftler, Gläubige, Spirituelle, Unternehmer, Lehrpersonen oder etwas anderes sind, sind wir Menschen – und Teil desselben natürlichen Systems, das wir noch entscheidend besser verstehen und dienlicher damit umgehen lernen können.
Aus einer persönlichen Lebensforschung wurde damit zunächst gelebte Kompetenz. Aus gelebter Kompetenz entstand die Möglichkeit, Entwicklung in anderen Menschen anzustossen. Und aus diesen ersten gemeinsamen Erfahrungen entwickelte sich schliesslich eine Forschungs-, Entwicklungs- und Prüfarbeit, die heute von einem ganzen Kollektiv getragen wird.
Die Entstehung von hi·birds und SYSTHEMATIK
Aus mehr als zwei Jahrzehnten Lebensforschung, mehreren Jahren gemeinsamer Entwicklungsarbeit und einem stetig gewachsenen Kollektiv sind inzwischen konkrete Strukturen, Modelle und Praxisformate entstanden. Was lange überwiegend im Hintergrund entwickelt, angewendet und überprüft wurde, tritt damit zunehmend nach aussen.
Zwei Strukturen – ein gemeinsames Entwicklungsprojekt
Um Wissen und praktische Umsetzung sinnvoll getrennt voneinander organisieren zu können, entstanden zunächst zwei rechtliche Strukturen: SYSTHEMATIK KLG sowie der Verein hi·birds.
SYSTHEMATIK bildet dabei vorwiegend die Wissens-, Forschungs- und Entwicklungsseite. Hier werden Zusammenhänge untersucht, Modelle entwickelt, Wissen strukturiert und zunehmend öffentlich zur Prüfung und Weiterentwicklung zugänglich gemacht.
hi·birds bringt dieses Wissen verstärkt in die praktische Erfahrung. Inhalte werden in Formate übersetzt, gestaltet, gebaut, organisiert, durchgeführt und gemeinsam mit Menschen erprobt.
Die Grenzen sind dabei bewusst fliessend: Was theoretisch entwickelt wird, soll praktisch überprüfbar werden – und was in der Praxis sichtbar wird, fliesst wiederum in die weitere Entwicklung ein.
Diese heutige Organisationsform ist dabei kein Endziel, sondern eine pragmatische Lösung innerhalb der derzeitigen rechtlichen und wirtschaftlichen Möglichkeiten. Langfristiges Ziel ist eine gemeinsame Stiftungsstruktur, unter der Wissen, Projekte, Entwicklungsräume und zukünftige Arbeitsplätze zusammengeführt werden können.
April 2026 – Umzug der Entwickler-WG nach Näfels
Der Aufbau erfolgte nun über Jahre weitgehend aus eigener Kraft. Zeit, Arbeitsleistung und private Mittel flossen in Entwicklung, Räume, Materialien, Veranstaltungen und Projekte – lange bevor daraus erste kleine Einnahmen entstanden. Ein Teil des Kollektivs hat dafür auch die eigenen Lebens- und Arbeitsstrukturen grundlegend verändert.
Mittlerweile teilen sich zwölf Personen ein gemeinsames Haus, reduzieren dadurch Kosten und können so einen erheblichen Teil ihres Alltags unmittelbar der gemeinsamen Entwicklungsarbeit widmen.
Gleichzeitig befindet sich die Entwickler-WG nun aber auch an einem wichtigen Wendepunkt: Um langfristig weitere Entwicklungsräume, Arbeitsplätze und öffentliche Angebote schaffen zu können, muss sich das Unternehmen SYSTHEMATIK auch wirtschaftlich selbst tragen können. Was bisher hauptsächlich investiert und aufgebaut wurde, muss deshalb nun auch Einnahmen generieren und schrittweise in tragfähige Strukturen überführt werden.